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Rhetorik-Literatur



Eine Zusammenstellung von Michael Kramer




Allhoff, D.-W. & Allhoff, W. (2006):
Rhetorik & Kommunikation. reinhard.

Die Allhoffs arbeiten an der Universität Regensburg, in logopädischer Praxis und verantworten ein eigenes Rhetorik- Institut. Dadurch ist dieses Buch ein praktischer Leitfaden und eine wissenschaftliche Einführung. Einige Kapitel sind für ein reines Rhetorikbuch zu ausführlich (z.B. Kapitel 5 „Gespräch- Moderation“), die drei letzten sehr kurzen Kapitel (je 7 Seiten) verfeinern das Kommunikationsbuch. Die Themen sind geschlechtsspezifische Kommunikation, internationale rhetorische Kompetenz und Rhetorikgeschichte. Wenn man nur ein Rhetorikbuch sucht, sollte man dies nicht wählen. Für den Einsteiger ist „Rhetorik und Kommunikation“ jedoch ein wunderbares Sammelsurium, das hilft, den eigenen Standpunkt und Vorlieben (TZI, TA, NLP, Gedächtniskarten - alles kommt vor!) zu finden.

Bartsch, T.-C.; Hoppmann, M.; Rex, B.F.; Vergesst, M. (2005):
Trainingsbuch Rhetorik. Verlag Ferdinand Schöningh.

Das Trainingsbuch Rhetorik ist eine sehr gute Ausgangsbasis für alle, die überzeugend Inhalte präsentieren möchten. Egal für welchen Anlass, diese Buch bietet eine breite Wissenspalette. Angefangen bei der Stofffindung über Formulierungen und Auftritt bis hin zu Trainingsformen wie Wortgefecht, Debatte und Disputation ist alles dabei.
Ausgehend von der klassischen Tradition der Rhetorik werden praxisorientierte Übungen angeboten. Eigenständige Vorbereitungen auf Redesituationen werden dadurch gut möglich gemacht. Jedes Kapitel ist dabei in Lernziel, Beschreibung und Anwendung gegliedert, was das Lernen leicht macht: Durch diese Unterteilung behält der Leser stets den Überblick. Zahlreiche Formulare als Kopiervorlage erleichtern die Bewertung und das Feedback während des Trainings. Diese Materialien können leicht für die selbständige Erarbeitung eines Themas herangezogen werden.

Flume, P. (2005):
Rhetorik – live. Haufe.

Von Kollege Flume habe ich viel über Rhetorik gelernt. Jetzt hat er das beste Rhetorik-Buch 2005 geschrieben. Neben 174 übersichtlichen, nutzenorientierten Seiten bietet die CD gute Redesituationen, die das Lernen mit dem Buch abrunden. Behandelt werden 11 Situationen, wie z.B. „Sich einer Gruppe präsentieren“, „Überzeugend argumentieren“ und „Rhetorische Stilmittel“. Für Lernanfänger kommt zuviel zur antiken Rhetorik, allerdings ist dieses Buch für Nachwuchsdozenten sehr gut geeignet, denn Peter geht auch auf die Teilnehmer-Trainer Kommunikation ein. Wenn Sie viel Zeit haben und umfassend lernen wollen, um ins Tun zu kommen, dann greifen Sie zu!

Franck, Norbert (2003):
Fit für den Auftritt. Selbstbewusst reden, souverän diskutieren, überzeugend präsentieren. Deutscher Taschenbuch Verlag.

Dr. Franck ist durch zahlreiche Veröffentlichungen für akademisches Publikum bekannt. Seine Bücher sind geprägt von einem humorvollen, einfachen Stil. Er spricht den Leser direkt an und bringt viele hilfreiche Beispiele aus der eigenen, langjährigen Praxis des Führungskräfte-Coachings und der Trainer-Tätigkeit. Die 26 Abbildungen lockern die Originalausgabe sehr auf. Sechs übersichtliche Kapitel auf 200 Seiten führen folgende Themen ein: Lampenfieber, gekonnte Ansprache, Medieneinsatz, Rede in der Praxis, Sprechen wie man spricht.
Besonders praxisnah sind folgende Abschnitte:
• Auf Zwischenrufe reagieren (S. 119 ff.)
• In Diskussionen bestehen (S. 150 ff.)
• Ruhig Blut bei Kritik (besonders der Teil zum wissenschaftlichen Disput) (S. 166 ff.)
Dr. Franck erklärt auch einfachste Schritte, so dass keine Frage unbeantwortet bleibt. Personen-, Sach- und Literaturverzeichnis machen das Buch zu einer großen Lesefreude und Hunger auf mehr! Das Buch kostet 8,50 Euro.

Gutzeit, S. F. (2002):
Die Stimme wirkungsvoll einsetzen. Beltz

Auf 130 Seiten werden in 10 Kapiteln wichtige Einsteigerthemen zu Stimme und Aussprache behandelt. Ausführlich und leicht verständlich wird zu Beginn die Funktion des Stimmapparates beschrieben (Kehlkopf, Atmung, Körperhaltung). Danach folgen praktische Hinweise zu stimmhygienischen Maßnahmen, Übungen für die Stimme und Trainingshinweise. Zahlreiche Übungen werden beschrieben, die CD unterstützt das eigene Lernen. Allerdings braucht der Leser viel Selbstdisziplin, um didaktische Hilfen zur Entwicklung eines eigenen Übungsplanes selbst zu entwickeln.

Höller, Ralf (2006):
50 Mal Rhetorik - Stressfrei reden in wichtigen Standardsituationen. Radioropa Hörbuch Verlag. 5 Hör-CDs.

In über 5 Stunden zeigt der Buchautor Ralf Höller viele wichtige Situationen auf und gibt sehr nützliche Tipps. Das Hörprogramm ist sehr unterhaltsam und wie fürs Autofahren geschrieben. Dieses Hörprogramm ist endlich mal gut recherchiert, sehr viele Quellen sind angegeben und die Beispiele sind aktuell und lebensnah.

Kramer, M (2007):
Frei sprechend ins Schwarze treffen.

Dies ist mein eigenes Hör-Programm für Ihre rhetorische Brillanz. Es ist inzwischen zur Doppel-CD angewachsen und bietet Ihnen alles, was Sie für erfolgreiche Reden, Präsentationen und den Verkauf benötigen in Kurzform. Dieses Erfolgsprogramm hat sich schon sehr oft zur Vorund Nachbereitung bewährt und enthält die Essenz aus 10 Jahren Rhetorik- Trainings für Industrie-Unternehmen.

Kushner, M (2007):
Erfolgreich Reden halten für Dummies. Wiley.

Obwohl der Autor wie immer bei der Dummies-Serie aus den USA kommt, wird auf die deutsche Kultur ausführlich eingegangen, Sie finden in diesem Buch zahlreiche Bezüge auf Werbung, Politiker, Wirtschaftsleute, die Sie auch kennen. In dem 260 Seiten starken Buch finden Sie alles zum Thema Vortragen. Das 16-seitiges Stichwortverzeichnis, die Schummellisten im Buchdeckel, Comics und eine humorvolle Schreibe machen das Buch lesenswert. Die Kapitel (insgesamt gibt’s 22) über virtuelle Sitzungen, Humor und zur Recherche machen das Buch wertvoll. Die Kapitel zu Einleitung und Schluss sind sehr für Ihre praktische Anwendung geeignet.

Lange, G. (2002):
Rhetorik – Mit Worten gewinnen. Reden, Verhandeln, Führen. Tasso.

Autor Gerhard Lange lässt nichts aus, trotzdem werden die 270 Seiten nie langatmig. Das Schriftbild ist nicht modern, die Schreibe lebendig. In den 19 Kapiteln ist für jeden etwas dabei, und Buch ist von einem sehr erfahrenen Redner geschrieben und daher praxistauglich. Über 20 Originaltexte von Cicero bis Loriot werden besprochen. Für Anfänger hält dieses Rhetorikbuch vielleicht etwas zuviel bereit, es ist eher als praktisches Nachschlagewerk zu sehen. Auf Bilder, Zeichnungen und Prüflisten wird weitgehend verzichtet, der Text ist jedoch in spannender Erzählweise verfasst. Lange geht ein auf „Problemtypen bei Konferenzen“, „Meditation (früher Dösen)“, „Verkaufen und kaufen“, „Personalführungsgespräche“ und viele weitere Bereiche am Rande der Rhetorik. Das Buch schließt mit den 7 Leistungskriterien rhetorischer Kommunikation: Körpersprache, Formulierungskraft, Redeaufbau, Stimmführung, Argumentationstechniken, Humor und Schlagfertigkeit, Zuhören

Schmettkamp, M. (2002):
Die perfekte Präsentation. Checklisten und Mustervorlagen auf CD. Freiburg (Breisgau): Haufe.

Kompaktinformation, sehr zu empfehlen! Der Ratgeber zeigt, wie man schnell und professionell Präsentationen erstellen kann. Der Leser erfährt Tricks und Tipps bezüglich des Einsatzes verschiedener Medien.
Sehr hilfreich für eilige Arbeiter:
Auf der beiliegenden CDROM befinden sich Beispiel-Präsentationen in PowerPoint und Excel, die übernommen und direkt genutzt werden können. Super sind auch die Checklisten, die mit einem Klick in Word auftauchen, wo sie bearbeitbar sind und sofort ausgedruckt werden können. Aus der Beispiel- Präsentation kann man leicht eine eigene erste Präsentation basteln. (Sie enthält zwar einen Farbverlauf, aber sonst sind die 16 Folien gut gestaltet.)
Im ersten Teil geht es um die inhaltliche Vorbereitung der Präsentation. Für den Gesprächseinstieg weist der Autor zahlreiche Möglichkeiten aus und betont, dass der Einstieg und der Ausstieg miteinander harmonieren sollten. Der fünfte Teil bezieht sich auf die angemessene Kleidung sowie Körperhaltung und auf Regeln zum Umgang mit dem Publikum.
Das Thema Lampenfieber und Umgangs mit schwierigen Situationen werden in den letzten beiden Kapiteln diskutiert. Tipps zur Vorbereitung, zur Entspannung und zum Reagieren auf Fragen sowie Einwände aus dem Publikum geben abschließend Hilfestellung bzw. Anregung. Immer wieder Bilder, Checklisten, Praxishilfen. Dieses Buch wird dem „Erste Hilfe“-Anspruch gerecht, doch auch erfahrenere Redner finden hier gute Hinweise.

Textor, A. M. (2002):
Sag es treffender. Verlag Ernst Heyer, Essen.

Wer viel schreibt und auch gelegentlich eine Rede hält, für den ist dieses Buch eine wichtige Hilfe. Am besten, man lässt es gleich auf dem Schreibtisch stehen. Denn die 57.000 Verweise auf sinnverwandte Wörter und Ausdrücke machen es einem leichter, anspruchsvoll zu bleiben und eine lebendige Schreibe zu pflegen. Für „schreiben“ finden wir z.B. „zu Papier bringen, auf- und niederschreiben, niederlegen, schriftlich fixieren, zur Feder greifen, notieren, aufzeichnen, festhalten, vermerken, Notiz machen, eintragen und einschreiben“ sowie „verzeichnen“, und das allein in der ersten von vier Bedeutungsvarianten. Handliches Format, festes Papier und – sogar Platz für Notizen am Buchende.


Mit der ausgewählten Literatur wünsche ich Ihnen viel Freude und jederzeit gute Redeerfolge!


Falls Sie weitere Fragen zum Thema Rhetorik haben, so schreiben Sie mir einfach. Ich Antworte Ihnen gerne.

Ihr
Michael Kramer