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Trainer Michael Kramer

Team

Interview

Herr Kramer, seit wann sind Sie schon Trainer?

Ich glaube, das hängt nicht allein mit meinem Abschließen mehrerer Trainer-Ausbildungen zusammen.
Schon mit 14 Jahren habe ich in Berlin mein erstes Unternehmen gegründet: Die Michael Kramer Kassettenproduktion. Von diesem Moment an habe ich meine analytischen Fähigkeiten, mein Einfühlungsvermögen und meine Stärken im Verkauf bewusst wahrgenommen und ausgebaut:
Mit 15 war ich Jugendgruppenleiter, mit 16 in Baden-Württemberg auf Landesebene Schulsprecher und mit 17 sprach ich zum ersten Mal vor einem Publikum von über 500 Personen. Durch die Pfadfinderei bin ich früh selbst in Seminare gekommen, und als Student in Bayern und Los Angeles habe ich dann erste Seminare gegeben, z.B. für BMW, Bosch und Nestle. Und damit habe ich mein Studium finanziert.


Gut. Aber gab es ein Schlüsselerlebnis, welches Sie maßgeblich beeinflusst hat, Trainer zu werden?

Ja, das gab es auch. Da war ich gerade 18 und lebte, frisch von zu Hause ausgezogen, in Freiburg.
Dort habe ich im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) auf neurologischen Abteilungen im Universitätsklinikum gearbeitet. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die körperliche und psychische Pflege von Patienten in drei Schichten.
Da war eine ältere Dame, die hatte einen tödlichen Gehirntumor. Und nach einem mehrstündigen Gespräch sagte sie zu mir: "Ich weiß, dass ich keine 6 Monate mehr lebe, daran hat sich nichts geändert. Aber durch das Gespräch mit Ihnen geht es mir besser, und ich fühle mich irgendwie leichter."
Es kam 1994 / 1995 zu vielen ähnlichen magischen Momenten, und diese waren wichtige Wegmarken für meine späteren beruflichen Entscheidungen.


Was unterscheidet Sie von anderen Trainern?

Meine Trainings sind frisch und knackig, wichtig ist mir, dass die Teilnehmer selbst aktiv werden können, damit das Lernen erfolgreich wird.
Anschauliche eigene Präsentationen und Rollenspiele sind für den Nutzen der Teilnehmer ebenfalls sehr wichtig. Ich habe früher in Bands und viel Theater gespielt - das kommt mir im Seminar zugute. Für meine Teilnehmer ist das Lernangebot oft wie ein Buffet: Die Seminarinhalte können Sie sich wie kleine Häppchen vorstellen. Jeder ist herzlich dazu eingeladen, sich satt zu essen, und keiner wird gezwungen. Und wer eine Sorte nicht appetitlich findet, nimmt dann vielleicht zwei Häppchen von einer anderen Sorte. So kommt jeder zu dem, was passt.

Ich finde, daran erkennt man auch, ob jemand mal ausnahmsweise zu einem Thema doziert oder ob da ein Mensch mit Herzblut und Leidenschaft einer von den vielleicht 200 echten Trainern in Deutschland ist.


Welche Inhalte vermitteln Sie in Ihrem Seminar?

Am meisten nachgefragt werden Trainings zu Rhetorik, Service, Team und Vertrieb. Die Kompaktausbildung zum Telefon-Trainer wendet sich an Menschen mit telefonischem Kontakt zu Kunden sowie an Trainer, und die Ausbildung lizenziert Teilnehmer zum Trainieren in der Telefon-Kommunikation. Gefühlsmäßig kommt bei meinen Teilnehmern die frische Botschaft an: "Lebe mit Leidenschaft!"


Im Training arbeiten Sie unter anderem mit NLP, teamdynamischen Methoden nach Poggendorf, Rollenspiel und theaterpädagogischen Elementen. Warum eigentlich?

Die Qualität im Training muss die allerbeste sein. Ich bin ein sehr leistungsorientierter Mensch und habe den Wunsch, dass Teilnehmer und Unternehmen ganz besonders stark vom Training profitieren. Auf dieses Ziel hin ist all mein unternehmerisches Tun ausgerichtet.
Um diesen Nutzen bieten zu können, suche ich ständig nach den besten Seminar- und Coaching-Methoden, die es gibt. Und ich selbst erlerne sie bei den besten Trainern, die ich finden kann. Meine Kunden sind nicht so sehr an Methoden interessiert, sondern eher an einer ganz bestimmten Wirkung. Diese kann ich durch meine persönlichen Erfahrungen, Ausbildung und Einstellung erzielen.


Da kann man ja den Eindruck bekommen, es mit dem besten Trainer der Welt zu tun zu haben (lacht).

(Lacht mit) Na ja, in der Tat nennen mich Teilnehmer "Mr. Umrahmung", "Supertrainer" und "jemand, dem es endlich mal um mich geht". Ich denke, ich bin auf einem guten Weg. Und ich bin gespannt, was noch alles kommt.


Man munkelt, Sie wollen gar mal im Berliner Olympiastadion auftreten.

Schon als Kind habe ich dort einen meiner ersten Mittelstrecken-Wettkämpfe im Laufen absolviert. Aber die Idee ist gut. Mario Barth macht es uns ja vor: Es geht.


Die Kramer-Trainings kann man ja in der Regel als Mitarbeiter eines Unternehmens genießen. Was ist, wenn ich als interessierter Privatkunde meine weichen Fähigkeiten trainieren möchte? Das ist doch eigentlich unfair, dass man extra in einem Unternehmen Azubi werden oder dort tätig sein muss, um von Michael Kramer trainiert zu werden (heiteres Gelächter auf beiden Seiten).

Sie spielen auf die Sparte Azubi-Trainer an (www.azubi-trainer.de). Ja, das ist richtig. Wir realisieren sehr viele Trainingstage in genau diesem Bereich. Und auch Einzelpersonen biete ich eine Menge: Auf individuelle Bedarfe gehe ich im Coaching ein (, und das beauftragen auch Unternehmen bei mir). Und dann gibt es ja kostenfreie Email-Trainings und kostenfreie Abendseminare. Hier ist jede Interessierte, jeder Interessierter herzlich dazu eingeladen, einen kleinen live-Eindruck von meinem Tun als Trainer zu erlangen. Wobei "klein" relativ ist. Meine kostenfreien Abendseminare dauern immerhin drei Stunden und es wird gleich richtig trainiert (beide lachen).
Nach einem der letzten Abendseminare hat sich eine Teilnehmerin dann direkt angemeldet zur Kompaktausbildung zur Telefontrainerin. Meine Praktikantinnen und Praktikanten genießen ein intensives persönliches Coaching während der gesamten Ausbildung bei Kramer-Trainings. Also: Man kann auch als Einzelperson sehr von der Zusammenarbeit profitieren.


Was mich noch interessiert: Was macht denn der Mensch Michael Kramer so, wenn er nicht arbeitet?

Familie, Natur, Musik.
Und Musik sowohl passiv als auch aktiv - ich lege mir am liebsten alte Platten auf, genieße Konzerte, und ich spiele selbst leidenschaftlich gerne Gitarre. Allerdings seltener elektrisch verstärkt auf Kniehöhe wie bei den Ramones, sondern öfter mit der Akustikgitarre wie Reinhard Mey, wenn ich mit unseren Töchtern Frederik-Vahle-Interpretationen ersinne und wir zusammen singen.


Herr Kramer. Ich danke Ihnen für dieses erfreulich frische Interview!

Ich danke Ihnen.







Das Interview führte Deniz Yilmaz von der UMC Postdam.