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Nicken
Übers Nicken
Ich beobachte das Phänomen jetzt schon eine weile, und es kommen je nach Situation unterschiedliche Formen des Nickens vor
– wenn wir froh sind, ist das begeisterte Kopfwippen ganz anders, als wenn wir z.B. in trauriger Verfassung jemandem zunicken wollen.
Diese kleine und doch so viel bedeutende und bewirkende Geste ist ein mimisch-gestischer Zwitter.
Insgesamt schlägt das Nicken die Brücke zwischen Mimik und Gestik. Die Schnellsuche im Internet zeigt,
dass mit Mimik alle sichtbaren Bewegungen der Gesichtsoberfläche gemeint sind und Gestik die übrigen Körperbewegungen umfasst.
Beim „richtigen Nicken“ wirken immer beide zusammen. Anatomisch interessant:
Zusammen mit der Drehbarkeit der ersten beiden Halswirbel C1 (Atlas) und C2 (Axis) sorgen einige Sehnen und Bänder im Hals dafür,
dass wir so vielfältige und virtuose Kopfbewegungen vollführen können. Wie differenziert wir dabei unsere Gefühle ausdrücken können,
ist beachtlich.
Wir sind an das Nicken so sehr gewöhnt, dass wir es auch machen, wenn wir beim Telefonieren den anderen garnicht sehen können.
Wenn Sie ein Cafe in Nähe einer Telefonzelle haben oder Handygespräche beobachten, wird sich Ihnen früher oder später eine reiche Nickenwelt
offenbaren.
Und denken Sie doch einmal an Ihre beruflichen Gesprächssituationen. Wie bewegen Sie dabei Ihren Kopf? Und welche Art und Weise ist besonders
förderlich für einen guten Kontakt zum anderen – wie wird beim Wendepunkt eines Gesprächs genickt. Und können Sie vielleicht sogar Übergänge
durch Nicken initiieren?
Meine Erfahrung ist: Durch das Nicken kann ich einen wichtigen Beitrag zum Gesprächsergebnis leisten.
Es beschleunigt - richtig eingesetzt - das Vertrauen und die Entscheidungsentwicklung.
Viel Freunde bei der Umsetzung!
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